Grauzonen-Konzert am Freitag, 21.10.2011 Hans-Albers-Platz in Hamburg

Das ist alles andere als ein Konzerttipp!

„Oi! the-Hans-Albers-Platz“ am Freitag, 21.10. 21 Uhr im Platzhirsch, Friedrichstraße 21, u.a. mit der Grauzonenband Riot Company

Riot Company geben sich nach außen hin gerne als unpolitische Combo von nebenan. Dass sie zum unmittelbaren Umfeld der rechten Bootboys Hildesheim – Riot Crew zählen, erwähnen sie dagegen nicht. Sowohl Riot Company als auch ihre Zweitband Combat 77 (Dole und Hannes von Riot Company sind dort ebenfalls aktiv) haben keinerlei Berührungsängste mit der rechten Oi!/RAC-Szene. So gaben sie in der Vergangenheit immer wieder Konzerte für rechte Veranstalter wie den Bootboys Hildesheim, die z.T. personelle Verflechtungen zu dem Neonazi-Netzwerk „Honour & Pride“ (Nachfolgestruktur von Blood & Honour) unterhalten, sowie im Neonazi-Pub Skinhouse Menfis in Thüringen, das eine herausragende Stellung in Sachen Rechtsrock in Deutschland einnimmt.

Das antifaschistische Internetportal berichtet ebenfalls kritisch über Riot Comany:
http://www.inforiot.de/artikel/rechtsoffenes-wochenende-oberhavel

Zum Begriff R.A.C. aus der Broschüre „Versteckspiel: Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen“

„R.A.C. (Rock against Communism) existiert nicht als eigener Musikstil, sondern als ein Sammelbegriff der extremen rechten Rockmusik- Szene. Entstanden ist R.A.C. Anfang der 80er-Jahre in England als Gegenpol zur antifaschistischen Musikbewegung Rock Against Racism. Der Begriff wird heute in Deutschland zur Charakterisierung des Oi-lastigen britischen Nazi-Rocks der 80er-Jahre herangezogen und dient u.a. auch als politische Positionierung rechter Skinheads, die sich nicht in einen offen neonazistischen Kontext stellen wollen. Vor diesem Hintergrund wirkt R.A.C. als Bindeglied zwischen der offen neonazistischen, politisch ambitionierten Musikszene und sich unpolitisch verstehenden, aber dennoch rechtsgerichteten »Oi-Skins«.“

Am Freitag bietet sich somit die Gelegenheit aus politischer Theorie Praxis werden zu lassen, am Hans-Albers-Platz.