Antifa-Café goes Barkasse

Anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens laden wir ein zur

Antifaschistischen Hafenrundfahrt am Freitag, 08.08.2014:
„Zwangsarbeit, Verfolgung und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945“

Der Hafen spielte im nationalsozialistischen Hamburg eine zentrale Rolle. Als industrieller Standort wurde er als kriegswichtig eingestuft und er war architektonisches Prestigeobjekt stadtplanerischer Ambitionen. Auf der zweistündigen Rundfahrt passieren wir wirtschaftliche Profiteure des NS-Regimes. Deren Produktionsleistung wurde durch ZwangsarbeiterInnen aus dem KZ Neuengamme und durch aus ganz Europa verschleppte Zivilisten sichergestellt. Etliche Lager, darunter Außenlager von Neuengamme, wurden im Hafen für ihre Unterbringung eingerichtet. Der Hannoversche Bahnhof und ein Fruchtschuppen waren Startpunkte zahlreicher Deportationen. Den diesen Orten verhafteten menschlichen Schicksalen gilt es zu gedenken und zu erinnern.

Der Referent Herbert Diercks ist Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Die Hafenrundfahrt wird veranstaltet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg.

Abfahrtsort: Barkassen-Centrale Ehlers (U-Bahnstation Baumwall, Anleger Vorsetzen am roten Feuerschiff)
Treffpunkt: 18.40 Uhr vor dem Anleger. Abfahrt: 19 Uhr

Tickets gibt es ab sofort
für 5 EUR im Vorverkauf im Schanzenbuchladen (Schulterblatt 55) und im Schwarzmarkt (Kleiner Schäferkamp 46)
(8 EUR Abendkasse am Anleger)

Antifa-Café im Juli, Fr. 04.07.2014

Buchvorstellung:
„Leipziger Meuten – Jugendopposition im Nationalsozialismus“ von Sascha Lange

Während der NS-Zeit gab es überall in Deutschland oppositionelle Jugendgruppen. Leipzig war eines ihrer Zentren. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen trafen sich ab Mitte der 30er Jahre im Leipziger Stadtgebiet in Cliquen jenseits der Hitlerjugend und lehnten sich gegen den Nationalsozialismus auf. Viele von ihnen kamen aus dem linkssozialistischen Milieu. Streuzettel wurden hergestellt und Hitlerjungen auf offener Straße angegriffen. In kleineren Runden hörte man verbotene Radiosender und diskutierte über ein Deutschland ohne Nazis.
Das Buch schildert die Situation dieser Jugendverbände, beleuchtet die Rolle der Hitlerjugend und den Einfluss amerikanischer Filme und Swingmusik auf Jugendliche in den 1940er Jahren. Der Autor versammelt in seinem Buch zahlreiche bisher unveröffentlichte Fotos und Dokumente von ZeitzeugInnen.

Sascha Lange forscht und referiert seit mehr als zehn Jahren zu Jugendkulturen im 20.Jahrhundert, hat zu Jugendopposition im Nationalsozialismus promoviert und arbeitet als freier Autor und Historiker in Leipzig.

mehr zum Autor und mehr zum Buch

Ha­fen­vo­kü – St.​Pauli Ha­fen­stra­ße 116
ge­öff­net ab 19 Uhr – Ver­an­stal­tungs­be­ginn 20 Uhr

Antifa-Café im Juni, Fr, 06.06.2014

Fällt aus!

Damit ihr und wir frisch in die Busse nach Dresden steigen, um den diesjährigen „Tag der deutschen Zukunft“ zu „besuchen“, verzichten wir im Juni auf das Antifa-Café.

Es sei allerdings auf zwei Termine in naher Zukunft verwiesen:

Antifa-Café im Juli, Fr. 05.07.: Lesung mit Sascha Lange „Leipziger Meuten“ mehr

Im August beglücken wir euch mit 2 Terminen. Zum regulären ersten Freitag (Veranstaltung steht noch nicht fest) laden wir am Fr, 08.08. herzlich zur antifaschistischen Hafenrundfahrt ein zum Thema „Nationalsozialismus, Verfolgung und Widerstand im Hamburger Hafen“.

Zu allen kommenden Terminen folgen an dieser Stelle baldigst konkretere Infos.

Bis dahin – paßt auf euch auf und fahrt nach Dresden!